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Wie wird Ihr Hund zum Familienmitglied? Lebt Ihr Hund mit mehreren Menschen zusammen, müssen zum Wohle aller, einige Regeln beachtet werden. Ich erkläre Ihnen in Theorie und Praxis, wie das Rudelleben funktioniert und was wichtig ist.

Für eine lange Zeit müssen Sie Ihren Hund als das nehmen, was er ist: ein Hund. Es reicht nicht, dass Sie Ihren Hund lieben. Liebe basiert nicht selten, wie unter uns Menschen auf falschen Vorstellungen voneinander. So kann die Liebe zum Tier zu Verniedlichung und Vermenschlichung führen. Liebe und Leckerlis reichen bei Weitem nicht aus, um einen Hund zu erziehen. Um eine gute Verbindung zu Ihrem Hund aufzubauen, müssen Sie ihn und seine hundlichen Bedürfnisse kennen. In einer Familie wird zu diesem Zwecke kommuniziert. Damit Sie und Ihr Hund kommunizieren, also miteinander reden können, müssen Sie einander verstehen. Dafür müssen Sie wissen, wie Hunde sprechen. Und Sie müssen wissen, wie Sie sich verständlich machen können. Sie werden lernen, über Körpersprache zu sprechen, denn Worte versteht der Hund erst einmal nicht. Und was er nicht versteht, kann er nicht umsetzen.

Für einen Vertrauensaufbau brauchen Sie Zeit - Zeit, die Sie mit Ihrem Hund verbringen.

Bindung durch Vertrauen

Vertrauen entsteht da, wo Bindung ist. Bindung ist Nähe plus Vertrauen. Bindung entsteht durch gemeinsames Erleben. Bindung entsteht nicht auf dem Hundeplatz, sie entwickelt sich eher nebenbei und überall. Immer dort, wo Ihr Hund bei Ihnen ist und Beachtung und Zuwendung erfährt. Wo Sie mit ihm raufen, wo Sie mit ihm spielen, wo Sie ihn beschützen, wo Sie mit ihm sprechen. Wo Sie mit ihm wandern und wo Sie ihn genau da kraulen, wo er es am liebsten hat. Wo Sie Ihren Vierbeiner an Ihrem Leben teilnehmen lassen.

Jeder Hund und jeder Mensch hat ein ganz eigenes Bedürfnis nach Zuneigung. Der eine braucht viel, der andere nur ganz wenig. Es gibt Hunde, die in ihrem Wesen sehr eigenständig sind und es gibt Hunde, die gezüchtet werden, um mit uns zusammen zu arbeiten oder um uns Gesellschaft zu leisten. Ein Hund aus dem Tierschutz braucht in der Regel viel Zeit, um sich einem neuen Menschenrudel anzuschliessen. Es kann durchaus sein, dass er zuerst einmal gar kein Vertrauen in Sie als Menschen setzen kann. Denn dieses Vertrauen wurde vielleicht nie aufgebaut oder sogar zerstört.

Zuneigung ist für die Beziehung unerlässlich. Und Erziehung ohne Verbundenheit ist nicht möglich oder geht nur unter starkem Zwang und unangemessener Strafe. Dies ist keine Erziehung, sondern Tierquälerei. Wirkliche Bindung basiert auf Vertrauen und Zusammengehörigkeit.

Bindung durch Verstehen

Oft sind wir uns gar nicht darüber bewusst, wie wir uns in der Nähe unserer Hunde bewegen. Es scheint eine typisch menschliche Eigenschaft zu sein, nicht darüber nachzudenken, wie wir unseren Körper nutzen und was wir mit unserer Körpersprache ausdrücken. Menschen konzentrieren sich auf ihre Lautsignale. Hunde dagegen achten in erster Linie auf unseren Körper. Sie sprechen über Mimik, Gestik, und Bewegung.

So senden wir Menschen zufällige Signale, beinahe wie eine verrückt gewordene Verkehrsampel. Irritiert betrachten wir dann, was wir damit angerichtet haben. Denn unsere visuellen Signale haben einen entscheidenden Einfluss darauf, was unsere Hunde tun. Hundeerziehung richtet sich in erster Linie an den Menschen, und nicht an den Hund. Hunde  erkennen, wie wir uns gerade fühlen und was wir gleich tun werden. Sie beobachten uns ganz genau. Wenn wir unsere Signale nicht konzentriert sortieren, haben wir dem Hund schnell eine Botschaft mit von uns unerwünschten Folgen übermittelt. Nicht immer resultieren hieraus ernsthafte Probleme mit dem Hund. Aber oft verwirren wir unsere Hunde mit unklarem Verhalten, und sabotieren auf diese Art sämtliche Erziehungsversuche. Stehen Sie aufrecht und gerade oder mit hängenden Schultern, wenn Sie ein Kommando geben? Schon das kann den entscheidenden Unterschied darüber ausmachen, ob Ihr Hund sich hinsetzt oder nicht. Ein leichtes Vor- oder Zurückbeugen Ihres Körpers ist für Ihren Hund so deutlich wie eine Leuchtreklame. Es entscheidet darüber, ob er zu Ihnen kommt oder eben nicht.

Ob Sie die Luft anhalten oder durchatmen, kann eine Rauferei zwischen Ihrem Hund mit einem anderen verursachen oder verhindern. So kann unsere Körpersprache schwierige Situationen entschärfen oder dramatisch eskalieren lassen. Wie gesagt, oft bleiben Missverständnisse einfach kleine Missverständnisse. Ein aneinander vorbei Reden ohne dramatische Konsequenzen. Sie können aber auch ernsthafte Folgen haben.

Bindung durch bewusstes Handeln

Lernen, sich auf das andere Ende der Leine voll und ganz zu konzentrieren, das ist das Hauptanliegen meiner Hundeschule. Sich darüber bewusst zu werden, was wir mit unserem Hund tun, kostet eine Menge Energie. Aber es macht sich bezahlt. Ein guter Hundehalter ist der, der sich bewusst macht, was er tut. Es ist der einzige Weg, Hundeverhalten zu beeinflussen. Der Mensch gilt als unbestrittener Mittelpunkt des Hundelebens. So sollte es auch sein. Dem Hund aber jeden Wunsch von der Schnauze abzulesen und sofort spontan ohne nachzudenken über die Folge; was der Hund gerade lernt, aufzuspringen, wenn er mal fiept, ist nicht nur übertrieben. Es ist grundlegend falsch. Es macht den Menschen zum Sklaven seines Hundes, und man tut seinem Vierbeiner damit ganz sicher keinen Gefallen. Wir sollten unsere Hunde lieben, sie in einem begrenzten Umfang ruhig auch verwöhnen. Glücklicher Hund? Das bedeutet, den Hund so zu nehmen, wie er wirklich ist und uns in unserem Handeln auf ihn einstellen. Indem wir als Mensch gegenüber dem Hund bewusst, konsequent, klar und eindeutig handeln.

Bindung durch klare Kommunikation

In einem gut funktionierendem Hunde- und Familienrudel ist die Rangordnung zwischen den einzelnen Mitgliedern gut erkennbar. Dieser Zustand vermittelt eine große Sicherheit im Umgang miteinander. Jeder weiß, wie er sich dem anderen gegenüber zu verhalten hat und wo die Grenzen liegen. Der Vierbeiner möchte einen Platz in einer durchschaubaren Hierarchie einnehmen. Für ihn bedeutet es Stress, wenn sich Familienmitglieder inkonsequent verhalten. Ein inkonsequenter Mensch kann für einen Hund eine regelrechte Bedrohung darstellen.

Sehr oft werden Hunde nicht durch wirkliche Eigeninitiative, sondern durch Unwissenheit des Halters in eine ranghohe Position gehoben. Beispiel: Der Halter geht permanent auf die Aufforderungen seines Hundes ein. Der nächste Vierbeiner darf sich seine Sofaecke aussuchen und mag beim Schlafen nicht gestört werden. Die Familie drapiert sich um ihn herum. Oder der Kumpel sitzt „brav“ neben dem Esstisch und schaut uns einfach nur süß an. Selbstverständlich kriegt er ein Leckerchen vom Tisch. So unterschiedlich die Handlungen sind, die Beispiele haben eins gemeinsam: Der Hund agiert, der Mensch reagiert. Zum Wohle aller sollte es genau anders herum sein. Die wenigsten Hunde fühlen sich einer ranghohen Position gewachsen. Darüber hinaus wird es für den Hund mit der Zeit immer selbstverständlicher, dass er das, was er einfordert, auch bekommt. Dem Hundehalter mag dies erst einmal nicht auffallen. Doch für den Hund ist schnell klar: Er kann über die Dinge, die ihm wichtig sind, sogenannte Ressourcen, bestimmen. Normalerweise ein Privileg der Ranghöchsten. Aber will Ihr Hund das wirklich sein? Wahrscheinlich nicht. Doch er hat keine Wahl, wir haben ihn dazu gemacht.

Bindung durch Grenzen setzen

Weniger ist mehr! Das Zusammenleben mit Hunden kann so einfach sein, wenn man sich auf das Wesentliche konzentriert: Ein Hund muss wissen, was er darf und was nicht. Kennt er seine Grenzen, können wir ihm wertvollen Freiraum gewähren. Einen Hund zu lehren, ihm beim Lernen zu helfen und dabei gleichzeitig über den Hund zu lernen, ist ein Vorgang, der etwas voraussetzt und gleichzeitig etwas bewirkt: eine enge Beziehung zwischen Mensch und Hund.

Die immer noch praktizierte Unterordnung des Hundes lehne ich ab, und zwar aus gutem Grund. Erstens lernt ein Hund nicht nachhaltig unter Zwang. Starker Stress verlangsamt oder verhindert den Lernprozess. Zum zweiten sollte die höhere Rangordnung gegenüber dem Hund niemals zum Selbstzweck verkommen. Hunde sind Lebewesen mit natürlichen Instinkten. Als solche sollten sie buddeln, mit Artgenossen wild herumtoben, sich in eine Pfütze legen und hin und wieder mal Ungehorsam sein dürfen. Sollen sie uns Menschen doch ruhig auch einfach mal vergessen!

Aber wie setze ich deutlich die erforderlichen Grenzen, sodass mein Hund sie eindeutig versteht? Was sollte ich beachten, bevor ich eine Regel aufstelle, an die sich der Vierbeiner halten soll? Welche Regeln sind sinnvoll, welche artgerecht? Manch eine dieser Grenzen führt beim Hund zu Gefühlen von Frustration. Wie kann mein Hund lernen, mit Frustration umzugehen? Wie schaffe ich es, eine respektvolle Bindung herzustellen, die Freiraum lässt, innerhalb bestimmter Grenzen? So wenig Grenzen wie nötig, so viel Freiraum wie möglich. Das ist die Basis für Respekt und gegenseitigem Vertrauen. Es schafft ein Gefühl tiefer Verbundenheit und Zusammengehörigkeit.Preise

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